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Eine Studie belegt Zusammenhang zwischen Bauchfett und erhöhtem Risiko für Harninkontinenz bei Frauen
Forscher der Bundesuniversität von São Carlos (UFSCar) in Brasilien haben herausgefunden, dass Bauchfett, insbesondere viszerales Fett, das sich um die inneren Organe ansammelt, stark mit Belastungsinkontinenz bei Frauen assoziiert ist.

DXA-Untersuchungsbericht: a) Körperzusammensetzung (Farbcode, Gelb steht für Fettmasse); b) Körpersegmentierung in androide (A), gynoide (G) und viszerale (VAT) Regionen; c) Segmentierung der Beckenregion (R1). Foto: Ana Jéssica dos Santos Sousa
Die Studie untersuchte 99 Frauen im Alter von 18 bis 49 Jahren mittels Dual-Röntgen-Absorptiometrie (DXA), einem Goldstandard zur Bestimmung der Körperzusammensetzung.
Fast 40 % der Teilnehmerinnen berichteten von unwillkürlichem Harnverlust bei Aktivitäten wie Husten, Lachen, Sport oder dem Heben schwerer Gegenstände.
Ein höherer Gesamtkörperfettanteil war zwar mit einem erhöhten Inkontinenzrisiko verbunden, viszerales Fett erwies sich jedoch als der wichtigste Prädiktor.
Frauen mit einem höheren Anteil an viszeralem Fett hatten ein um etwa 51 % höheres Risiko für Belastungsinkontinenz als Frauen mit einem geringeren Anteil.
Die Forscher nennen zwei mögliche Erklärungen: Überschüssiges viszerales Fett kann den intraabdominellen Druck erhöhen und dadurch die Beckenbodenmuskulatur belasten, die die Blase stützt und den Harnfluss kontrolliert.
Darüber hinaus ist viszerales Fett metabolisch aktiv und setzt entzündungsfördernde Substanzen frei, die langfristig die Muskelfunktion schwächen können.
Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass die Fettverteilung ein wichtigerer Faktor für das Verständnis des Risikos von Harninkontinenz sein könnte als das Körpergewicht allein.
Obwohl die Studie keinen ursächlichen Zusammenhang belegt, unterstreicht sie die mögliche Rolle von Bauchfett bei Beckenbodenfunktionsstörungen.
Experten betonen, dass Beckenbodentraining weiterhin die effektivste Behandlungsmethode bei Belastungsinkontinenz ist.
Mit der richtigen Anleitung und regelmäßigem Training können viele Frauen innerhalb weniger Monate eine deutliche Besserung erfahren.
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