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    Gesundheit

    Die Kombination von Ausdauertraining und kognitiven Aufgaben könnte Parkinson-Patienten helfen

    Forscher der Universität São Paulo haben festgestellt, dass die Kombination von Ausdauertraining und kognitiven Aufgaben die exekutiven Funktionen von Menschen mit Parkinson verbessern kann.



    Freiwillige absolvierten über einen Monat hinweg wöchentlich etwa 30 Minuten lang Interventionen in drei Modalitäten: eine Kombination aus Ausdauertraining auf einem Mini-Ergometer und kognitiven Tests (A), Training allein (B) und Tests allein (C). Caption: Aus der Dissertation


    Die Studie, die an der Fakultät für Sportwissenschaft (EEFE) durchgeführt wurde, untersuchte, ob die Verbindung zwischen körperlicher Aktivität und kognitiver Stimulation die motorischen und kognitiven Auswirkungen der Erkrankung verringern kann.

    Obwohl Medikamente unerlässlich sind, können sie die Automatisierung des Gehens – eine bei Parkinson aufgrund der Degeneration von Hirnstrukturen, die mit der motorischen Steuerung verbunden sind, beeinträchtigte Funktion – nicht vollständig wiederherstellen.

    Infolgedessen benötigen Patienten beim Gehen mehr kognitive Anstrengung, was die Belastung des präfrontalen Cortex und das Sturzrisiko erhöht.

    Die von Jumes Leopoldino Oliveira Lira unter der Leitung von Professor Carlos Ugrinowitsch durchgeführte Studie begleitete 20 Freiwillige mit Parkinson in Sitzungen mit aerobem Training, kognitiven Tests und einer Kombination beider Ansätze.

    Die Interventionen fanden separat und in zufälliger Reihenfolge statt und dauerten jeweils etwa 30 Minuten.

    Die Ergebnisse zeigten keine signifikanten Unterschiede in der Automatisierung des Gehens oder in der Aktivität des präfrontalen Cortex zwischen den Modalitäten.

    Dennoch zeigten die Teilnehmer nach den Interventionen Verbesserungen in der mentalen Flexibilität und der Impulskontrolle, was auf positive Effekte selbst in kurzen Sitzungen hindeutet.

    Die Forscher beobachteten zudem einen Trend zu einer geringeren Variabilität der Schrittzeit, was darauf hindeutet, dass sowohl körperliche Bewegung als auch kognitive Aufgaben Hirnregionen stimulieren können, die für die motorische und exekutive Kontrolle zuständig sind.

    Laut der Studie kann bereits die bloße Ausübung körperlicher oder kognitiver Aktivitäten zur Stabilisierung des Gangbildes bei Parkinson-Patienten beitragen.

    9 MAI 2026



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