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Hantavirus, geringes Risiko für die öffentliche Gesundheit
Gesundheitsbehörden geben an, dass das Hantavirus trotz bestätigter und vermuteter Fälle im südlichen Afrika, die mit einem Ausbruch an Bord des niederländischen Kreuzfahrtschiffs MV Hondius in Verbindung stehen, weiterhin ein geringes Risiko für die öffentliche Gesundheit darstellt.

MV Hondius, das niederländische Kreuzfahrtschiff, auf dem der Ausbruch zuerst gemeldet wurde. Foto: Stefan Brending
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) meldete elf Fälle, darunter drei Todesfälle. Acht Infektionen wurden bestätigt, zwei gelten als wahrscheinlich.
Südafrikanische Behörden gaben bekannt, dass zwei niederländische Passagiere nach einer Erkrankung verstorben sind, während sich ein britischer Passagier weiterhin in kritischem Zustand befindet.
Die WHO gab bekannt, dass der Ausbruch durch den Anden-Stamm des Hantavirus verursacht wird, die einzige bekannte Variante, die von Mensch zu Mensch übertragen werden kann. Dieser Stamm, der hauptsächlich in Südamerika vorkommt, kann schwere Atemwegserkrankungen auslösen.
Vorläufige Untersuchungen deuten darauf hin, dass die Ansteckung in von Nagetieren befallenen Gebieten in Argentinien, Chile und Uruguay stattfand, bevor die Passagiere das Schiff bestiegen.
Die Gesundheitsbehörden ermitteln Kontaktpersonen und überwachen mögliche Ansteckungen. Sie betonen, dass eine Übertragung engen und längeren Kontakt erfordert und das Risiko einer weiteren Ausbreitung insgesamt gering bleibt.
Das Hantavirus wird hauptsächlich durch Kontakt mit infiziertem Nagetierurin, -speichel oder -kot übertragen, oft durch das Einatmen von kontaminiertem Staub in geschlossenen Räumen.
Die Behörden appellieren an die Bevölkerung, den Kontakt mit Nagetieren zu minimieren, indem sie Häuser und Lagerräume abdichten, Lebensmittelvorräte sichern und beim Reinigen potenziell kontaminierter Bereiche Schutzausrüstung tragen.
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