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Wärme aus der Tiefsee rückt näher an die Antarktis heran
Ein riesiges Becken warmen Tiefseewassers hat sich in den letzten zwei Jahrzehnten der Antarktis angenähert. Dies schürt die Sorge vor beschleunigtem Eisschmelzen und steigendem Meeresspiegel, wie eine neue Studie unter der Leitung der Universität Cambridge zeigt.

Antarktis. Foto: Cassie Matias/Unsplash
Forscher kombinierten Langzeitmessungen von Forschungsschiffen mit Daten autonomer Argo-Treibbojen, um die Veränderungen im Südlichen Ozean zu verfolgen. Sie stellten fest, dass sich warmes zirkumpolares Tiefenwasser ausgedehnt und in Richtung des antarktischen Kontinentalschelfs verlagert hat.
Die Ergebnisse liefern erstmals empirische Belege für einen Erwärmungstrend, der von Klimamodellen seit Langem vorhergesagt wird.
Antarktische Schelfeise tragen dazu bei, die Gletscher im Landesinneren und die Eisschilde, die genügend Süßwasser enthalten, um den globalen Meeresspiegel um etwa 58 Meter ansteigen zu lassen, einzudämmen.
Mithilfe von maschinellem Lernen rekonstruierten Forscher die monatlichen Ozeanbedingungen der letzten 40 Jahre und stellten fest, dass sich die Zirkulation im Südlichen Ozean verändert, da das kalte, dichte Wasser um die Antarktis abnimmt.
Wissenschaftler erklärten, diese Verschiebung stehe im Einklang mit der globalen Erwärmung, da mehr als 90 % der überschüssigen atmosphärischen Wärme von den Ozeanen, insbesondere vom Südlichen Ozean, aufgenommen werden.
Die Studie weist zudem auf weitergehende Klimarisiken hin. Der Südliche Ozean spielt eine zentrale Rolle bei der Regulierung der globalen Wärme-, Kohlenstoff- und Nährstoffspeicherung durch ein Netzwerk von Strömungen, die mit Systemen wie der Atlantischen Meridionalen Umwälzzirkulation (AMOC) verbunden sind.
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