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Rückgang der Beutetiere erhöht das Aussterberisiko für Jaguare im Atlantischen Regenwald
Eine Studie brasilianischer Forscher der Landwirtschaftlichen Fakultät Luiz de Queiroz der Universität São Paulo warnt vor einem steigenden Aussterberisiko für Jaguare im Atlantischen Regenwald. Grund dafür ist ein starker Rückgang der Beutetierpopulationen, hauptsächlich bedingt durch illegale Jagd und menschliche Aktivitäten.

Naturschutzinitiativen und Maßnahmen gegen illegale Jagd tragen dazu bei, eine ausreichende Beutetierbasis zu erhalten, die das Überleben von Jaguarpopulationen sichert. Foto: Iguaçu Jaguar Project
Forscher stellten fest, dass wichtige Beutetiere wie Pekaris und Hirsche selbst in Schutzgebieten selten sind. Dadurch leben in dem Biom weniger als 300 Jaguare mit begrenzten Nahrungsquellen.
Die Studie, die Kamerafallen in neun Schutzgebieten einsetzte, zeigte, dass Regionen mit gesünderen Beutetierpopulationen – insbesondere der Grüne Korridor und der Nationalpark Iguaçu – auch stabilere Jaguarpopulationen aufweisen.
Im Gegensatz dazu weisen stark zugängliche Küstenregionen eine deutlich geringere Beutetierbiomasse und fast keine Jaguare auf.
Naturschutzinitiativen wie das Iguaçu Jaguar Project sowie verstärkte Maßnahmen gegen Wilderei haben dazu beigetragen, dass sich die Jaguarbestände lokal erholen konnten.
Forscher warnen jedoch, dass ein intensivierterer Wildtierschutz und eine strengere Jagdkontrolle dringend erforderlich sind, um das Verschwinden des Spitzenprädators des Atlantischen Regenwaldes zu verhindern.
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