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Fettreiche Ernährung verändert Gehirnzellen, die mit vorzeitiger Pubertät in Verbindung stehen
Forscher der USP in Ribeirão Preto haben in einer Studie mit Mäusen festgestellt, dass eine fettreiche Ernährung die Pubertät beschleunigen kann, indem sie Gehirnzellen verändert, die mit dem Fortpflanzungssystem in Verbindung stehen. Der Effekt wurde hauptsächlich bei weiblichen Tieren beobachtet.

Die Auswirkungen einer fettreichen Ernährung auf die Pubertät wurden bei allen Tieren beobachtet, jedoch zeigten nur die weiblichen Tiere Veränderungen im Gehirn. Foto: Freepik
Die Studie zeigte erstmals, dass eine fettreiche Ernährung die Interaktion zwischen Astrozyten – Zellen, die für die Unterstützung und Kommunikation mit Neuronen verantwortlich sind – und Neuronen, die GnRH produzieren, ein Hormon, das die sexuelle Reifung bei Säugetieren reguliert, verändert.
Laut der Studienleiterin Isabelle Rodrigues dos Santos wurden die Veränderungen im zentralen Nervensystem nur bei weiblichen Tieren festgestellt, obwohl auch männliche Tiere nach einer fettreichen Ernährung frühe Anzeichen der Pubertät zeigten.
Die Ergebnisse bekräftigen die Annahme, dass metabolische und hormonelle Faktoren Männer und Frauen unterschiedlich beeinflussen.
Die Gründe für diesen Geschlechtsdimorphismus sind jedoch noch unklar und sollten in zukünftigen Studien untersucht werden.
Die Forscher interpretieren die Ergebnisse als Hinweis darauf, dass Übergewicht im Kindesalter direkt in die Hirnkreisläufe eingreifen kann, die den Beginn der Pubertät steuern.
Obwohl die Ergebnisse noch experimentell sind und sich auf Tiermodelle beschränken, erweitert die Studie unser Verständnis darüber, wie Ernährungs- und Entzündungsfaktoren das reproduktive neuroendokrine System beeinflussen.
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