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NASA-Raumsonde Psyche nutzt Mars-Vorbeiflug für Anflug auf metallreichen Asteroiden
Die NASA-Raumsonde Psyche absolvierte am 15. Mai erfolgreich einen nahen Vorbeiflug am Mars. Dabei nutzte sie die Schwerkraft des Planeten, um Geschwindigkeit aufzunehmen und ihre Flugbahn zum metallreichen Asteroiden Psyche anzupassen.

Diese Aufnahme einer sichelförmigen Marssichel wurde am 15. Mai 2026 von der NASA-Mission Psyche während ihres Swing-by-Manövers am Mars gemacht. Bildnachweis: NASA/JPL-Caltech/ASU
Die Raumsonde passierte den Mars in einer Entfernung von 4.609 Kilometern (2.864 Meilen). Laut dem Jet Propulsion Laboratory der NASA beschleunigte sie dabei um etwa 1.600 km/h (1.000 mph) und änderte ihre Umlaufbahn, ohne Treibstoff zu verbrauchen.
Durch dieses Manöver befindet sich Psyche nun auf Kurs, um 2029 ihren Zielasteroiden im Hauptasteroidengürtel zwischen Mars und Jupiter zu erreichen.
Die Missionsteams bestätigten die Flugbahn der Raumsonde mithilfe von Funksignalen des Deep Space Network der NASA.
Während des Vorbeiflugs wurden alle wissenschaftlichen Instrumente an Bord aktiviert und kalibriert. Dies diente als Generalprobe für die bevorstehenden Operationen am Asteroiden.
Die Raumsonde nahm zudem Tausende von Bildern des Mars aus einem ungewöhnlichen Winkel auf. Dabei wurde eine unerwartet helle Sichel sichtbar, die durch die Streuung des Sonnenlichts in der staubigen Marsatmosphäre entsteht.
In den kommenden Wochen wird Psyche ihren solarelektrischen Antrieb wieder aufnehmen und ihre Reise zum Asteroiden Psyche fortsetzen. Dieser gilt als freiliegender metallischer Kern eines uralten Planetoiden – eines frühen Bausteins von Gesteinsplaneten.
Sobald die Raumsonde 2029 den 280 Kilometer breiten Asteroiden umkreist, wird sie dessen Oberfläche kartieren und seine Zusammensetzung untersuchen. Dies könnte neue Erkenntnisse über das Innere von Planeten wie der Erde liefern.
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