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    Gewöhnliche asiatische Pflanze zeigt Potenzial zur Mikroplastikentfernung aus Wasser

    Ein in Brasilien weit verbreiteter asiatischer Baum könnte laut Forschern der Staatlichen Universität São Paulo eine kostengünstige Methode zur Entfernung von Mikroplastik aus Trinkwasser bieten.



    Moringa-Samen: Der Salzextrakt erzeugte die für die Filterung von Mikroplastik notwendige Koagulation. Foto: Adriano Reis/ICT-UNESP


    Wissenschaftler fanden heraus, dass ein Salzextrakt aus den Samen von Moringa oleifera – bekannt als Moringa oder Weiße Akazie – ähnlich wirksam ist wie Aluminiumsulfat, das in Wasseraufbereitungsanlagen üblicherweise verwendete chemische Flockungsmittel.

    In alkalischerem Wasser war der Pflanzenextrakt der herkömmlichen Behandlung sogar überlegen.

    Moringa, ursprünglich aus Indien, wird seit Langem aufgrund seiner ernährungsphysiologischen und medizinischen Eigenschaften erforscht.

    Seine Samen sind auch für die Wasserreinigung interessant, da sie die elektrische Ladung winziger Plastikpartikel neutralisieren können. Dadurch verklumpen diese und lassen sich leichter filtern.

    Das brasilianische Team testete die Methode, indem es gealterte PVC-Mikroplastikpartikel zu Leitungswasser hinzufügte und die Proben durch ein kleines Aufbereitungssystem leitete, das Standard-Filteranlagen nachempfunden war.

    Das behandelte Wasser wurde anschließend mit Proben verglichen, die mit Aluminiumsulfat aufbereitet worden waren.

    Die Forscher stellten keinen signifikanten Unterschied in der Menge des mit den beiden Methoden entfernten Mikroplastiks fest.

    Die größte Einschränkung von Moringa ist der Anstieg des Gehalts an gelösten organischen Stoffen, was die Aufbereitungskosten in großen Anlagen erhöhen könnte.

    Dennoch halten die Forscher die Pflanze für eine praktikable Option für kleine Gemeinden und ländliche Gebiete, wo einfachere und kostengünstigere Wasseraufbereitungsmethoden benötigt werden.

    16 MAI 2026



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