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Echtzeit-Detektor zur Bekämpfung von GPS-Spoofing im LKW-Transport
Forscher am Oak Ridge National Laboratory (ORNL) des Energieministeriums haben einen tragbaren Echtzeitdetektor entwickelt, der GPS-Spoofing-Angriffe erkennen kann, eine wachsende Bedrohung für Transport und Ladungssicherheit.

GPS-Spoofing überschreibt echte Satellitensignale, um die Positionierungssoftware eines Fahrzeugs dazu zu bringen, dem falschen Weg zu folgen, oder es verleitet ein Trackingsystem dazu, Fracht an einem anderen Ort anzuzeigen von seinem tatsächlichen Standort. Bildnachweis: Andrew Sproles/ORNL, US-Energieministerium
Das vom Forscher Austin Albright geleitete System soll gefälschte GPS-Signale erkennen, die Standort- oder Zeitdaten manipulieren.
Im Gegensatz zu herkömmlichen Tools, die sich hauptsächlich mit GPS-Störungen befassen, kann die ORNL-Technologie Spoofing selbst dann erkennen, wenn gefälschte Signale so stark sind wie legitime Satellitenübertragungen und während ein Fahrzeug in Bewegung ist.
GPS-Spoofing kann den Anschein erwecken, dass ein LKW seiner beabsichtigten Route folgt, während die Ladung an einen anderen Ort umgeleitet wird, was ein ernstes Risiko für den Versand sensibler Güter, einschließlich Arzneimittel, Schusswaffen und radioaktiver Substanzen, darstellt.
Laut ORNL arbeitet der Detektor unabhängig von GPS-Empfängern und nutzt softwaredefinierte Funktechnologie, fortschrittliche mathematische Analyse und eingebettete Grafikverarbeitung, um Hochfrequenzsignale in Echtzeit zu analysieren.
Das Team arbeitet außerdem daran, die Kosten des Systems für eine breitere Bereitstellung zu senken.
Die Forscher wiesen auf zunehmende Berichte über Eingriffe in den Luft- und Fernverkehr hin, bei denen kriminelle Organisationen Spoofing-Techniken einsetzen, um Frachtdiebstahl zu erleichtern.
