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Intelligente Dachziegel mit Farbwechsel könnten den Energieverbrauch von Gebäuden drastisch senken
Thermochrome Materialien – Oberflächen, die ihre Farbe je nach Temperatur ändern – könnten laut neuen Forschungsergebnissen dazu beitragen, den Energieverbrauch von Gebäuden um bis zu 11 % zu senken und gleichzeitig den Wohnkomfort zu verbessern.

Der Hauptvorteil dieser Materialien liegt in ihrer Anpassungsfähigkeit, die sogenannten kühlen Oberflächen, die nicht auf Klimaschwankungen reagieren, noch fehlt. Foto: Ricardo Stuckert
Im Gegensatz zu herkömmlichen Beschichtungen reflektieren diese Materialien bei warmem Wetter mehr Sonnenlicht und absorbieren bei Kälte Wärme.
Wissenschaftler der Universität São Paulo haben ihren Einsatz in Dachziegeln getestet und festgestellt, dass sie den Bedarf an Klimaanlagen um bis zu 15 % reduzieren könnten.
Die Technologie, die bereits für Glas erforscht wurde, wird nun für opake Oberflächen wie Dächer und Wände adaptiert.
Simulationen zeigen, dass thermochrome Beschichtungen die solare Reflexion oberhalb von 30 °C um bis zu 43 % erhöhen können, wodurch sie sich besonders für Regionen mit großen Temperaturschwankungen eignen.
Es bestehen jedoch weiterhin Herausforderungen, darunter die Materialbeständigkeit und die begrenzte Transparenz hinsichtlich der kommerziellen Pigmentzusammensetzung.
Dennoch sind die Forscher überzeugt, dass diese „adaptiven“ Materialien eine Schlüsselrolle dabei spielen könnten, die Abhängigkeit von energieintensiven Kühlsystemen angesichts steigender globaler Temperaturen zu verringern.